Auszüge aus dem Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 30.10.2013 zum Eilantrag:

„Hinzutretende bauliche Anlagen müssen sich… an dem Maßstab messen lassen, den das Denkmal gesetzt hat und dürfen es nicht gleichsam erdrücken, übertönen….“


Denkmalrechtliche Bedenken bestehen aber nach Überzeugung der Kammer insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Höhe und der Länge der geplanten Neubauten.


„Das Vorhaben,…, führt...optisch zu einer höhenmäßigen Überlegenheit, die fast die Wirkung einer Überlagerung hat.“


„Da das… Haus… als massiver Baukörper geplant ist, der im Paulusviertel ohne Vorbild ist, wird der Eindruck einer Riegelwirkung vermittelt.“


„Damit ist zu befürchten,…dass die Neubauten, den gesamten Bereich dominieren und damit vom Erscheinungsbild der Denkmale ablenken und diese in den Hintergrund treten lassen.“


„Dabei darf nicht außer acht bleiben, dass das Paulusviertel,…, als einheitlich erhaltenes Gründerzeitviertel einzigartig ist.“


„Denkmalrechtlich vertretbar, ... eine Bebauung mit zwei oder drei versetzen Neubauten, die sich hinsichtlich der Höhe im Rahmen der vorhandenen, historischen Bebauung halten.“

 

„…Verstoß gegen das Gebot der Rücksichtnahme aufgrund einer spürbaren Steigerung der bereits bisher bestehenden erheblichen Belastung des Paulusviertels im Hinblick auf die Stellplatzsituation.“


„Die genehmigte ….Anzahl der notwendigen Stellplätze von 136 erscheint der Kammer allerdings im Hinblick auf den Umfang des Vorhabens ….eher (zu) knapp bemessen.“


„Die Anzahl von 232 Stellplätzen hält die Kammer … nicht für unangemessen, weil die möglich zahlungskräftigen Nutzer eher über zwei bis mehr Fahrzeuge verfügen,… einen höheren Stellplatzbedarf von mindestens 1,5 Stellplätze je Wohneinheit… auslösen.“


Meinung zur Bauabsicht

Überlagerung raumwirksamer Höhen Neubauten / gegenüberliegende Bebauung

überarbeitete Höhen errechnet anhand der Angaben aus Bauantrag HGWS mbH /
Quelle: BI Pro Paulus Park

Überlagerung in Robert-Blum-Straße
Überlagerung Schleiermacherstraße

Am 09. April 2013 wurde im Planungsausschuss der Stadt Halle eine überarbeitete Fassung der Bauabsicht durch die HGWS vorgestellt. Die anwesenden Mitglieder der Bürgerinitiative Pro Paulus Park waren sich einig:


Die Bauherrin geht nur genau bis zu der Grenze, die ihr seitens der Stadt aus rein baurechtlicher Sicht voraussichtlich zugestanden wird - keinen Schritt weiter.

Eine angemessene Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Bürger in Richtung Park ist das nicht: Eine zusammenhängende Erweiterung des Freiraums für die Anwohner aller Generationen wird durch die Verdichtung innerhalb des Baufeldes unmöglich. Die Schleiermacherstraße wird unverändert mit einer zu hohen Front konfrontiert, deren Bezugshöhe nach wie vor die Giebelhöhe und nicht die raumwirksame Traufhöhe ("Regenkante") ist. Das Altgebäude scheint unverändert mit Balkonen "behängt" zu werden...

 

Wir meinen:

Ein besonders exponierter Standort mit außergewöhnlichem baugeschichtlichem Hintergrund (Park) in einem Viertel, das auf Zuzug ausgerichtet ist, braucht Grünfläche und bedarf einer außergewöhnlichen städtebaulichen Antwort, die mehr ist als nur das "Mindestmaß" an baurechtlicher Zulässigkeit.

 


Argumente

Wir haben unsere Argumente in Form eines Thesenpapiers sowie unser offenen Brief an den Stadtrat zum Download zusammengestellt. Beides wurde an die Stadträte gesendet.

Thesenpapier Pro Paulus Park
121210_ProPauluspark-Thesen-final.pdf
PDF-Dokument [30.2 KB]
Offener Brief der BI ProPaulusPark an den Stadtrat
Offener Brief an den Stadtrat der Stadt [...]
PDF-Dokument [71.1 KB]

In der Stadtratssitzung im Dezember 2012 wurde ein Bebauungsplan zum Vorhaben abgelehnt.

Hier finden Sie unsere nachfolgende Pressemitteilung.

Pressemitteilung der BI ProPaulusPark
121217_Pressemitteilung-final.pdf
PDF-Dokument [25.4 KB]

Es folgt noch ein offener Brief an die Stadträte (mit Erlaubnis des Autors veröffentlicht)

Offener Brief eines Bürgers an die Stadträte
offenerBriefanStadträte.pdf
PDF-Dokument [41.2 KB]

Literatur

Bundesweite Internetbefragung zur Messung der Bürgerzufriedenheit mit den kommunalen Grünflächen (Dank für den Link von unserer Petitionsseite) 

 

Ab Seite 100 finden sich in der Habil-Schrift "Urbane Bodenlandschaften - Eigenschaften, Funktionen und Stoffhaushalt der siedlungsbeeinflussten Pedosphäre im Geoökosystem" des Dr. rer.nat. Martin Sauerwein Ausführungen zu den Boden- und Fließverhältnissen im Paulusviertel.

 

Ein alter Feldplan der Giebichensteiner Feldmark von 1719-1840 findet sich als Anlage 1 in der Veröffentlichung der Stadt zur Geschichte des Hauses Schopenhauer Straße 4. Auch sonst interessant zu lesen.

Im Folgenden können Sie weitere Fakten nachlesen.

Auswertung Statistik Bevölkerungsdaten, Grünflächenanteil
Flächennutzung Paulusviertel ergänzt.pdf
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Pro Paulus Park

 

Sprecher:

 

Yvonne Winkler
Robert-Blum-Str. 12

06114 Halle (Saale)

 

KMD Andreas Mücksch

Robert-Blum-Str. 11
06114 Halle (Saale)

 

Prof. Dr. Georg Breidenstein

Robert-Blum-Str. 8

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